Die 1990er Jahre brachten neue Kontakte und wichtige Veränderungen. Kurz nach dem Fall der Mauer knüpfte die KG Rot-Gold Verbindungen zum Lebuser Carnevals Club an der Oder. Damit öffnete sich der Verein auch über die unmittelbare Region hinaus. Gleichzeitig zeigte sich, dass Karneval nicht nur ausgelassenes Feiern bedeutet, sondern auch von gesellschaftlichen Ereignissen beeinflusst wird. Aufgrund des Golfkriegs entschieden sich die Altstädter Karnevalisten zeitweise dazu, sämtliche Aktivitäten abzusagen.
Ein ganz besonderer Meilenstein war der 11. November 1994. Erstmals in der Geschichte der KG Rot-Gold wurde die Stadtlieblichkeit von Dinslaken durch die Rot-Goldenen gestellt. Gisela van Lierop übernahm dieses besondere Amt. Seitdem beteiligt sich die KG Rot-Gold im dreijährigen Wechsel der Dinslakener Karnevalsvereine an der Stellung der Stadtlieblichkeit.
1995 übernahm Dieter Taugs das Amt des Sitzungspräsidenten. Wolfgang Wiese wurde beim Hoppeditzerwachen zum Ehrensitzungspräsidenten ernannt.
Die Session 1995/96 stand ganz im Zeichen des Vereinsjubiläums. Petra II. Golz wurde zur Jubiläumslieblichkeit, und die Altstädter Jecken blickten auf 22 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Johannes Holtbrügge wurde zum Ehrenritter ernannt.
Auch der Nachwuchs erhielt zunehmend Bedeutung. 1996 wurde die Kindertanzgarde „Die Kichererbsen“ gegründet. Die zehn Mädchen feierten 1997 ihren ersten großen Auftritt.
Ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit der Dinslakener Altstadt wurde ebenfalls 1997 gesetzt:
Am Haus Holtbrügge wurde eine Vereinstafel angebracht. Damit war für alle sichtbar, dass die KG Rot-Gold in der Altstadt zu Hause war.
In der Session 1997/98 wurde Rosi Nebendahl zur zweiten Stadtlieblichkeit der KG Rot-Gold. Mit dem Übergang zum neuen Jahrtausend entwickelte sich aus der Kindertanzgarde die Jugendshowtanzgruppe „Cocolores“.
Anne Katrin Kittner übernimmt im Jahr 2001 das Amt der dritten Stadtlieblichkeit und schaukelt das Narrenschiff.
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