Die Wurzeln – 1950er bis 1970er Jahre

 

Die Geschichte der KG Rot-Gold Dinslaken beginnt lange vor ihrer eigentlichen Gründung. Ihre Wurzeln reichen bis in das Jahr 1958 zurück. Damals war die Laienspielschar der Kolpingfamilie aktiv und brachte Theaterstücke wie „Jedermann“, „7 Gläser Champertin“ und „Die Frau des Pilatus“ auf die Bühne. Bereits zu dieser Zeit waren mit Rolf Köpping und Dieter Taugs

zwei Männer dabei, die später zu den prägenden Persönlichkeiten der KG Rot-Gold werden sollten.

 

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur heutigen Karnevalsgemeinschaft erfolgte 1973. Die Kolpingfamilie Vincentius und die Katholische Arbeiterbewegung KAB schlossen eine „närrische Ehe“ und veranst

alteten gemeinsam im Saal Hackfort die erste Karnevalsveranstaltung. Sitzungspräsident war Wolfgang Wiese.

 

Die gemeinsame Veranstaltung fand so großen Anklang, dass bereits im folgenden Jahr der Entschluss gefasst wurde, den Karneval künftig unter eigener Regie zu organisieren.

1974 wurde die Karnevalsgemeinschaft Rot-Gold gegründet. Der Name war Programm: Rot stand für die KAB, Gold für die Kolpingfamilie. Die erste Veranstaltung der neu gegründeten Gemeinschaft fand 1974 im Saal der Altstadthalle Hackfort statt. Mit dabei waren eine Lieblichkeit, der Sitzungspräsident und der Elferrat. Rolf Köpping wurde zum Koordinator gewählt, Wolfgang Wiese übernahm das Amt des Sitzungspräsidenten und Ruth Gansen wurde stellvertretende Vorsitzende.

 

Die junge Gemeinschaft entwickelte sich schnell. 1978 nahm die KG Rot-Gold erstmals mit einem Ponywagen am Voerder Karnevalszug teil. Im gleichen Jahr wurden Theo Lettgen und Karl Tekolf zu Ehrenrittern ernannt – eine Tradition, mit der bis heute Menschen ausgezeichnet werden, die sich um die Gemeinschaft und den Karneval verdient gemacht haben.

 

Am 5. März 1979 fand die erste reguläre Vorstandswahl statt. Rolf Köpping wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. Gleichzeitig wurde das Rittertor zum Vereinswappen bestimmt und eine Vereinssatzung erarbeitet. Aus den zunächst gelben Hemden und roten Fliegen wurde die charakteristische rote Vereinsjacke.

Wolfgang Wiese komponierte 1979 das Rittertorlied, das schnell zum musikalischen Erkennungszeichen der Rot-Goldenen wurde. Joachim Bußmann gestaltete die ersten Vereinsorden mit dem Rittertor. Heinz Deckers und Martin Berger wurden zu Ehrenrittern ernannt. Damit waren die wesentlichen Grundlagen für die weitere Entwicklung der KG Rot-Gold gelegt.

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